Nahrungsergänzungen und Kräuter
Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die die allgemeine Ernährung mit bestimmten Nährstoffen, z.B. Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen oder Aminosäuren anreichern und so fehlende Nährstoffe oder einen erhöhten Nährstoffbedarf ausgleichen. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht als Medikamente zugelassen und es muss kein Wirknachweis erbracht werden. Viele Stoffe und Kräuter werden jedoch traditionell erfolgreich bei bestimmten Problemen verabreicht. Sprecht den individuellen Nutzen, Alternativen und mögliche Risiken immer mit eurem Tierarzt ab.

Anwendungsgebiet Supplement
Kalziumversorgung Algenkalk, Calciumcarbonat, Calciumcitrat, Eierschale, Hirschhornmehl, Knochenmehl
Jodquelle Seealgenmehl (Ascophyllum Nodosum, Kelp)
Gelenke Chondroitin Knorpelmehl, Grünlippmuschel, Hagebuttenschalen, Kollagen, MSM, Teufelskralle
Entgiftung Chlorella, Flohsamen, Löwenzahn, Mariendistel, Moor/Torf (Huminsäuren), Klettenwurzel, MSM, Zeolith
Zahnpflege und Maulhygiene Chlorella, Seealgenmehl, Spirulina
Haut und Fell Bierhefe, Klettenwurzel, MSM
Leber Klettenwurzel, Löwenzahn, Mariendistel
Niere Brennnesselsamen, Klettenwurzel
Darm Bakterienkulturen, Bierhefe, Flohsamen, Himbeerblätter, Klettenwurzel, Löwenzahn, Moor/Torf (Huminsäuren), Papayakerne, Zistrose
Magen Moor/Torf (Huminsäuren), Ulmenrinde
Abwehrkräfte Hagebutte, Katzenkralle, Zistrose
Hormone Himbeerblätter, Klettenwurzel
Parasiten Bierhefe, Kamala, Papayakerne, Zistrose
Supplemente von A bis Z

Algenkalk

Algenkalk wird aus mineralisierten Ablagerungen der Meeresalge Lithothanium Calcareum gewonnen und enthält ca. 70 – 80% Calcium­carbonat, zusätzlich Magnesium­carbonat, Kieselsäure sowie eine Vielzahl von Spuren­elementen. Der Kalzium­gehalt beträgt ca. 32-35%.
Algenkalkrechner
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Um den reinen Kalzium­bedarf (mg nach NRC) ausschließlich mit Algen­kalk zu decken, sollten täglich Algen­kalk gefüttert werden.
Der Bedarf kann je nach Fütterung, Gesundheits­zustand und Lebens­umständen schwanken, klärt das gegebenenfalls mit eurem Tier­arzt oder fragt uns. Beim BARF wird gewöhnlich von einem deutlich geringeren Bedarf ausgegangen, da das verfügbare Kalzium im Futter besser aufgenommen werden kann.
Weitere Infos zu Frisch­knochen­alternativen und Kalzium­versorgung: www.der-barf-blog.de/knochen-barf.html

Ascophyllum Nodosum

Bakterienkulturen

Bakterien bevölkern unter anderem das Verdauungs­system unserer Vierbeiner. Einige Arten können Krankheiten verursachen, andere helfen dabei, aufgenommene Nahrung zu verdauen oder Vitamine zu produzieren. Sie sind Energie­lieferanten für die Darm­schleim­haut, regen die Darmbewegung an und können körperfremde Substanzen entgiften. Das Mikrobiom im Darm (Darmflora) beeinflusst das Immunsystem und kann krankmachende Keime verdrängen. Dabei bestimmt sowohl die Zusammen­setzung der Darmflora, als auch die Menge bestimmter Arten den Nutzen oder auch eventuelle Probleme. Eigentlich ungefährliche Bewohner des Darms, können, wenn die Population stark ansteigt, unangenehme Blähungen oder Darm­entzündungen verursachen.
Probiotika sind Mikro­organismen mit besonders gesundheits­fördernden Eigenschaften. Diese werden als Nahrungs­ergänzung gefüttert und sollen die lokale Darmflora unterstützen. Die verschiedenen probiotischen Präparate enthalten unterschiedliche Mikro­organismen. Im Idealfall sollte anhand eines Kotprofils bestimmt werden, welches Präparat am sinnvollsten ist. Viele Bakterien­stämme sind auf ihren gesundheitlichen Nutzen hin untersucht, sodass man zu bestimmten Krankheits­bildern die passende Art auswählen kann, je nachdem ob z.B. die Verdrängung pathologischer Darmkeime, chronische Darm­erkrankungen, Blähungen, Verstopfung oder Aufbau nach Antibiotikagabe im Vordergrund stehen.
Weitere Informationen: https://fet-ev.eu/probiotika/

Bierhefe

Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) ist ein einzelliger Hefepilz. Als Nahrungs­ergänzungs­mittel sind die getrockneten Hefepilz­zellen eine gute Quelle für verschiedene B-Vitamine, Kupfer, Mangan, Selen und Zink. Wobei der Bedarf nicht ausschließlich über eine üblicherweise gefütterte Menge Bierhefe gedeckt wird.
Allgemein wird Bierhefe empfohlen, um die Haut, das Fell, die Krallen, das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Nervensystem zu unterstützen.
Die verschiedenen Bierhefe­kulturen sind in der Lage, die Bakterien der Darmflora zu stärken und einen schützenden Film über die Darm­schleim­haut legen, sodass die Darm­gesundheit effektiv unterstützt wird. Saccharomyces boulardii, eine medizinische Hefe, ist eine eng verwandte Unterart von Saccharomyces cerevisiae, deren Wirkung in verschiedenen Studien dokumentiert wurde: www.journals.sagepub.com.
Bei Allergikern sollte man beachten, dass auf das tierische Eiweiß der Hefe reagiert werden kann und auch bei immunsupprimierten Hunden sollte man vorsichtig sein. Weitere Informationen:
www.pharmawiki.ch/­Medizinische­Hefe
Bierhefe
40% Bierhefe gebunden an 60% Biertrester

Brennnesselsamen

Brennnesseln, vor allem die Große Brennnessel, dienen als Nutz- und Heil­pflanzen. Sie wirken blut­reinigend, entgiftend, entschlackend und harntreibend und unterstützen so bei Durchblutungs­störungen, Ekzemen, Haarausfall und Problemen mit Harnwegen, Magen, Nieren, Leber und Milz.
Neben Flavonoiden (sekundären Pflanzen­stoffen), die abschwellend, entzündungs­hemmend und anti­histamin wirken, soll Brennnessel zusätzlich die Menge an Histamin reduzieren, die der Körper bei allergischen Reaktionen ausschüttet. Allergie­symptome werden dadurch gelindert. Die Brenn­nessel­früchte sind winzige Nüsse, die die Brennnessel­samen beinhalten, diese werden vor allem zur ernährungs­physiologischen Unterstützung der Nieren eingesetzt.
Brennnessel

Calciumcarbonat

Calcium­carbonat wird außer zur Kalzium­versorgung auch als Magen­säure­blocker und als Phosphat­binder verwendet. Trifft Calcium­carbonat auf Magen­säure, entsteht u.a. Kohlen­säure. Die Magen­säure wird weniger effektiv/sauer („Säure­blocker“) und die aufsteigende Kohlen­säure kann winzige Mengen Magen­saft mitnehmen und damit die Speise­röhre reizen. Bei Hunden, die unter einem Mangel an Magen­säure und dadurch an z.B. Sodbrennen leiden, kann Calcium­carbonat langfristig die Symptome verschlechtern.
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Um den reinen Kalzium­bedarf (mg nach NRC) ausschließlich mit Calcium­carbonat zu decken, sollten täglich Calcium­carbonat gefüttert werden.
Der Bedarf kann je nach Fütterung, Gesundheits­zustand und Lebens­umständen schwanken, klärt das gegebenenfalls mit eurem Tier­arzt oder fragt uns. Beim BARF wird gewöhnlich von einem deutlich geringeren Bedarf ausgegangen, da das verfügbare Kalzium im Futter besser aufgenommen werden kann.
Weitere Infos zu Frisch­knochen­alternativen und Kalzium­versorgung: www.der-barf-blog.de/knochen-barf.html

Calciumcitrat

Calcium­citrat ist ein Salz der Zitronen­säure und als organisch gebundenes Kalzium besonders gut verträglich. Es hat eine hohe Bio­verfügbarkeit, da die Löslichkeit höher ist, als bei anorganischen Kalzium­salzen.
Außer Kalzium liefert Calcium­citrat keine weiteren Mineralien, daher ist es keine vollwertige Alternative zur Knochen­fütterung, sondern ausschließlich eine Kalzium­quelle.
Der Kalzium­gehalt beträgt 21%.

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Um den reinen Kalzium­bedarf (mg nach NRC) ausschließlich mit Calcium­citrat zu decken, sollten täglich Calcium­citrat gefüttert werden.
Der Bedarf kann je nach Fütterung, Gesundheits­zustand und Lebens­umständen schwanken, klärt das gegebenenfalls mit eurem Tier­arzt oder fragt uns. Beim BARF wird gewöhnlich von einem deutlich geringeren Bedarf ausgegangen, da das verfügbare Kalzium im Futter besser aufgenommen werden kann.
Weitere Infos zu Frisch­knochen­alternativen und Kalzium­versorgung: www.der-barf-blog.de/knochen-barf.html

Chlorella

Chlorella Vulgaris ist eine Grün­alge, die vor allem in Süß­wasser vorkommt. Um Kontaminierung mit anderen Mikro­organismen, Pestiziden oder Insektiziden zu vermeiden und den Nährstoff­gehalt zu kontrollieren wird sie häufig in geschlossenen Glas­röhren­systemen gezüchtet. Chlorella hat einen sehr hohen Chlorophyll­gehalt, der bekannt ist für seine geruchs­neutralisierende Wirkung, z.B. bei unangenehmem Geruch aus dem Maul. Medizinische Ursachen, wie Zahn- oder Organprobleme, sollten vorher ausgeschlossen werden.
Lunderland schreibt:
"Chlorella hat einen positiven Einfluss auf die Darm­schleim­haut, die enthaltenen β-1,3-Glucane können das Immun­system zusätzlich stärken. Der hohe Anteil an Carotinoiden (β-Carotin, Lutein) und Chlorophyll unterstützt außerdem die Haut­funktionen (so wird die Pigmentierung der Haut angeregt, wodurch ein natürlicher Sonnen­schutz entsteht), sowie die Gesund­erhaltung der Seh­fähigkeit. Bitte beachten Sie, dass Carotinoide dem Fell einen rötlichen Schimmer verleihen können. Wir geben unseren Hunden Chlorella, wenn sie ohne erkennbaren Grund müde und matt wirken, denn Chlorella ist bekannt dafür, Schwer­metalle binden und aus dem Körper ausleiten zu können.“
Chlorella

Chondroitin Knorpelmehl

Chondroitin bzw. Chondroitin­sulfat­ketten sind Kohlen­hydrate mit variabler Länge, die gewöhnlich an Proteine gebunden sind. Diese Makro­moleküle sind Haupt­bestand­teile von Knorpel, Knochen und Binde­gewebe. Als Nahrungs­ergänzung sollen vor allem Gelenke unterstützt und geschützt werden.
Chondroitin wirkt entzündungs­hemmend. Je nach Art und Schwere der Gelenk­erkrankung, Dosierung und Dauer der Einnahme kann zerstörtes Knorpel­gewebe zwar kaum regeneriert, aber ein Fort­schreiten der Beschwerden unter Umständen verlangsamt werden. Review über die Wirkung von Chondroitinsulfat beim Menschen:
www.cochrane.org/de/chondroitin-bei-arthrose

Eierschale

Eier­schale besteht hauptsächlich aus Calcium­carbonat, es enthält jedoch auch einige weitere Mineralien wie Eisen, Zink und Magnesium. Der Kalzium­gehalt beträgt ca. 35%.
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Um den reinen Kalzium­bedarf (mg nach NRC) ausschließlich mit Eier­schale zu decken, sollte täglich Eier­schale gefüttert werden.
Der Bedarf kann je nach Fütterung, Gesundheits­zustand und Lebens­umständen schwanken, klärt das gegebenenfalls mit eurem Tier­arzt oder fragt uns. Beim BARF wird gewöhnlich von einem deutlich geringeren Bedarf ausgegangen, da das verfügbare Kalzium im Futter besser aufgenommen werden kann.
Weitere Infos zu Frisch­knochen­alternativen und Kalzium­versorgung: www.der-barf-blog.de/knochen-barf.html

Flohsamen (Flohsamenschalen)

Floh­samen­schalen sind die Schalen der Samen einiger Wegerich­arten, die als traditionelles Heil­mittel bei Durchfall, Verstopfung und entzündlichen Darm­erkrankungen eingesetzt werden. Sie zählen zu den löslichen Ballast­stoffen. In Wasser quellen Floh­samen (vor allem die Schale) auf, binden die Flüssigkeit und vervielfachen ihr Volumen. Dabei wird ein Schleim abgesondert. Dieser schützt die Schleim­haut im Verdauungs­trakt. Bei Durchfall helfen Flohsamen, indem über­schüssiges Wasser im Darm gebunden und so der Kot gefestigt wird. Bei Verstopfung beruht die Wirkung auf einer Erhöhung des Volumens, wodurch die Darm­peristaltik angeregt wird.
Neben Feuchtigkeit können Flohsamen verschiedene Stoffe im Darm binden und aus dem Körper schleusen. So werden sowohl Schad­stoffe, jedoch auch Medikamente ausgeschieden und können in ihrer Wirkung eingeschränkt werden. Die Ballast­stoffe dienen der Darm­flora als Nahrungs­quelle, sodass das Wachstum darm­freundlicher Bakterien gefördert werden kann. Flohsamen müssen in jedem Fall mit ausreichend Flüssigkeit bzw. gequollen gefüttert werden, da die Schalen sonst Verstopfung verursachen oder verschlimmern können.
Mehr Informationen: www.pharmawiki.ch/Flohsamen

Grünlippmuschel

Grün­lipp­muscheln (Perna Canaliculus) sind eine Mies­muschel­art aus Neuseeland. Als Nahrungs­ergänzung wird das gefrier­getrocknete, gemahlene Muschel­fleisch verwendet. Dieses enthält unter anderem Glukosamin­glykane, Omega-3-Fettsäuren, Mineral­stoffe, Vitamine und Amino­säuren wie z.B. Taurin.
Glukosamin­glykane sind Amino­zucker, die zur Knorpel­bildung und Knorpel­schmierung z.B. im Wachstum oder erhöhter Aktivität benötigt werden. So soll die Funktion und die Gesund­erhaltung der Gelenke unterstützt werden. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungs­hemmend. Der hohe Taurin­gehalt macht Grün­lipp­muschel für Katzen interessant, da diese Amino­säure bei Katzen essentiell ist, also über die Nahrung aufgenommen werden muss. Je nach Futter­plan kann eine Ergänzung sinnvoll sein.
Grünlippmuschel
Informationen zum Einfluss von Grünlipp­muscheln auf die Linderung von Anzeichen von Arthritis bei Hunden:
www.semanticscholar.org/Perna_canaliculus.pdf

Hagebuttenschalen

Hagebutten sind die Früchte der Hunds­rose. Sie enthalten unter anderem organische Säuren wie Ascorbin­säure (Vitamin C) und Zitronen­säure, sekundäre Pflanzen­stoffe wie Poly­phenole, Galakto­lipide, Pektin oder Gerb­stoffe und Carotinoide.
Der höchste Vitamin C Gehalt ist in der Schale. Vitamin C unterstützt das Immun­system und die körper­eigenen Abwehr­kräfte, schützt die Zellen gegen freie Radikale und oxidativen Stress, trägt zum Kollagen­stoff­wechsel bei und unterstützt so die Funktion von Knochen und Knorpel. Gerb­stoffe und Pektin können bei Durchfall­erkrankungen helfen, als Ballast­stoff ist Pektin Nahrung für die Mikro­organismen im Darm. Galakto­lipide haben entzündungs­hemmende Effekte und knorpel­schützende Wirkungen. Bei Arthrose kann Hagebutte Schmerzen reduzieren.
Hagebutte

Himbeerblätter

Zu den Inhalts­stoffen von Himbeer­blättern gehören Gerb­stoffe, Flavonoide, Vitamin C, Kalzium und Eisen. Aufgrund des Gerbstoff­gehalts werden Himbeer­blätter für die Behandlung von Durchfall­erkrankungen und bei Entzündungen der Schleim­haut in Mund und Rachen eingesetzt. Zusätzlich werden Hündinnen traditionell während der Läufigkeit oder bei der Trächtigkeit und Geburt mit Himbeer­blatt unterstützt.

Hirschhornmehl (Hirschgeweihmehl)

„Hirschhorn­mehl“ ist das gemahlene Geweih von Hirschen. Geweihe bestehen aus Knochen­substanz und werden jährlich abgeworfen. Die Abwurf­stangen werden gemahlen und können dann als Frisch­knochen­alternative wie andere Knochen­mehle zur Kalzium- und Mineral­stoff­versorgung gefüttert werden. Der Kalziumgehalt beträgt ca. 20%.
Kalziumrechner
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Um den Kalzium­bedarf (mg nach NRC) statt mit frischen Knochen mit Hirsch­hornmehl zu decken, sollte täglich Hirsch­horn­mehl gefüttert werden.
Der Bedarf kann je nach Fütterung, Gesundheits­zustand und Lebens­umständen schwanken, klärt das gegebenenfalls mit eurem Tier­arzt oder fragt uns. Beim BARF wird gewöhnlich von einem deutlich geringeren Bedarf ausgegangen, da das verfügbare Kalzium im Futter besser aufgenommen werden kann.
Weitere Infos zu Frisch­knochen­alternativen und Kalzium­versorgung: www.der-barf-blog.de/knochen-barf.html
Hirschhornmehl

Huminsäuren

Bei der Torf­entstehung werden organische Substanzen in Moor nicht vollständig zersetzt, sondern konserviert. Viele der z.B. in Pflanzen enthaltenen Stoffe bleiben erhalten und es entstehen verschiedene Humin­stoffe.
Ein Teil dieser Humin­stoffe sind Humin­säuren. Diese haben eine spezielle Ober­fläche, wodurch Schwer­metalle, Pestizide, Herbizide oder Bakterien­toxine gebunden und ausgeschieden werden können. Die Neutralisierung erfolgt dabei sowohl physikalisch, wie bei Aktiv­kohle, als auch chemisch.
Größere Humin­säuren entfalten ihre Haupt­wirkung im Magen-Darm-Kanal, kleinere können auch in die Darm­schleim­haut diffundieren. Die Regeneration zerstörter Darm­zotten und Haut­läsionen wird unter­stützt. Humin­säuren werden vor allem bei Verdauungs­störungen eingesetzt, beruhigen den Darm und stimulieren das Immun­system. An die Humin­säure gebunden, werden Schad­stoffe, Bakterien und Toxine über den Kot ausgeschieden und die Ver­mehrung spezieller Darm­keime gehemmt. Wechsel­wirkungen mit Arznei­mitteln sind möglich, weshalb Humin­säure­präparate immer einzeln oder zeitlich versetzt zu anderen Präparaten angewendet werden sollten. Mehr Informationen:
www.deutsche-apotheker-zeitung.de/Huminsäuren

Kamala

Kamala ist ein immer­grüner Baum, je nach Standort auch Strauch, aus Asien. Die Frucht ist eine 6-10mm große, rötliche Kapsel mit feinen Haaren und roten Drüsen­körnern. Diese haben eine wurm­abtötende (anthelmintische) Wirkung. Als Nahrungs­ergänzungs­mittel ist das Kamala Frucht­haar­pulver ein natürliches Präparat zur Darm­reinigung, das die Wurm­widrigkeit des Darm­milieus unterstützt.
Kamala hat eine abführende Wirkung. Es ist nicht zur dauer­haften Gabe, für Welpen oder geschwächte Tiere geeignet und wird nur kurweise verabreicht. Eine Ent­wurmung schützt nicht vor zeitnahem erneutem Wurm­befall. Bitte sprecht bei nachgewiesenem Wurm­befall zuerst mit eurem Tier­arzt.

Katzenkralle (Cat's Claw, Uña de Gato)

Katzen­kralle ist eine verholzende Liane aus dem Amazonas­gebiet. Als Nahrungs­ergänzungs­mittel werden die Wurzeln und die Rinde verwendet. Im Regen­wald schützt sich die Pflanze vor Pilzen, Viren und Bakterien mit verschiedenen sekundären Pflanzen­stoffen wie Polyphenolen, Alkaloiden und Terpenoiden.
Diese wirken außer gegen Pilze, Viren und Bakterien immun­stimulierend (fördern insbesondere die angeborene Immun­antwort), entzündungs­hemmend, schmerz­lindernd, leicht blut­gerinnungs­hemmend und blut­druck­senkend. Pulverisiert oder als leicht bitterer Tee kann so ein gesundes Immun­system, die Blut­reinigung und die Normalisierung entzündlicher Prozesse im Körper (z.B. bei rheumatoider Arthritis) unterstützt werden.

Klettenwurzel

Die Große Klette ist eine krautige Pflanze, die eine verholzende Pfahl­wurzel bildet und als traditionelles pflanzliches Arznei­mittel verwendet wird. Die gemahlene Wurzel wird zur ernährungs­physiologischen Unterstützung bei Haut­erkrankungen, Verdauungs­störungen, Störungen der hormonellen Funktionen, Leber- & Nieren­erkrankungen, zur Blut­reinigung und Entgiftung eingesetzt. Kletten­wurzeln enthalten Inulin, Schleim­stoffe, Bitter­stoffe und ätherische Öle. Inulin ist ein Ballast­stoff, der die gesunden Darm­bakterien mit Nährstoffen versorgt (Präbiotikum). Ein Tee aus Kletten­wurzel regt die ausscheidenden Organe an: Niere, Blase, Milz und Leber.
Bei Ödemen (Wasser­einlagerungen) infolge ein­ge­schränkter Herz- und Nieren­tätigkeit sollte Kletten­wurzel nicht verwendet werden.

Knochenmehl

Knochen­mehl ist eine Alternative zur Frisch­knochen­fütterung, also eine Möglichkeit den Kalzium­bedarf zu decken und den Bedarf von anderen Mineral­stoffen wie z.B. Phosphor und Spuren­elementen sicher­zu­stellen. Knochen­mehl hat eine besonderes hohe Bio­verfügbar­keit. Es gibt Knochen­mehl zum Beispiel vom Rind, Pferd, Lamm oder Geflügel. Die genaue Dosierung ist abhängig vom enthaltenen Kalzium­gehalt und sollte individuell berechnet werden:
Kalziumrechner
 Knochenmehlmenge berechnen
Um den Kalzium­bedarf (mg nach NRC) statt mit frischen Knochen mit Knochen­mehl zu decken, sollten täglich Knochen­mehl gefüttert werden.
Der Bedarf kann je nach Fütterung, Gesundheits­zustand und Lebens­umständen schwanken, klärt das gegebenenfalls mit eurem Tier­arzt oder fragt uns. Beim BARF wird gewöhnlich von einem deutlich geringeren Bedarf ausgegangen, da das verfügbare Kalzium im Futter besser aufgenommen werden kann.
Bei Nieren­erkrankungen und dem Einsatz von weiteren Kalzium­quellen bitte Rücksprache mit dem Tierarzt oder uns halten. Weitere Infos zu Frisch­knochen­alternativen und Kalzium­versorgung: www.der-barf-blog.de/knochen-barf.html

Kollagen

Kollagen ist ein Struktur­protein und in größeren Mengen in Knochen, Sehnen, Knorpeln sowie im Binde­gewebe zu finden. Kollagen ist der Haupt­bestand­teil von Gelatine. Um möglichst gut vom Körper verwertet werden zu können, ist Kollagen als Nahrungs­ergänzungs­mittel oft hydrolysiert. Das heißt, dass es in kleinere Bestand­teile zerlegt ist, um leicht vom Darm aufgenommen zu werden. Die Amino­säuren haben so eine hohe Bio­verfügbar­keit und können optimal verwertet werden.
Für Hunde mit Gelenk­problemen kann Kollagen eine sinnvolle Ergänzung sein und Beschwerden lindern. Außerdem kann es eine positive Wirkung auf Fell und Krallen haben. Bei Welpen und Jung­hunden kann die Ausbildung der Gelenke und Knochen unterstützt werden.
Dissertation zum Einsatz von Gelatine­hydrolysat bei klinisch-orthopädisch gesunden Hunden und Hunden mit chronischen Erkrankungen des Bewegungs­apparates:
www.tiho-hannover.de/Gelatinehydrolysat.pdf

Löwenzahn

Löwenzahn ist eine krautige Pflanze, von der sowohl die Blüten, Blätter, Stängel als auch die Wurzel genutzt werden können. Sie enthält verschiedene Arten Bitter­stoffe, Mineralien wie z.B. Kalium und Ballast­stoffe wie Inulin.
Löwen­zahn wirkt leber­schützend. Die Bitter­stoffe fördern die Sekretion der Verdauungs­drüsen, was sich positiv auswirkt bei Appetit­mangel, Verdauungs­beschwerden mit Völle­gefühl und Blähungen und bei Störungen des Gallen­abflusses. Bei Leber­erkrankungen, Gallen­steinen und Verschluss oder Entzündung der Gallen­gänge muss die Einnahme mit einem Tier­arzt abgesprochen bzw. auf die Fütterung verzichtet werden.
Die Anregung von Magensaft- und Gallen­produktion fördert nicht nur die Verdauung, sondern entgiftet auch den Körper, da über die Galle Gift­stoffe ausgeschieden werden können z.B. schlecht wasser­lösliche Gifte und Schwer­metalle. Die hohe Kalium­konzentration könnte ein Grund für die harn­treibende Wirkung von Löwen­zahn sein, weswegen Löwen­zahn traditionell zur Unter­stützung der Nieren eingesetzt wird.
In der Pfahl­wurzel speichert Löwen­zahn, vor allem im Herbst, Nähr­stoffe wie Inulin. Inulin kann von bestimmten Darm­bakterien als Energie­quelle verstoffwechselt werden. Durch die Fütterung von Löwen­zahn­wurzel kann das Wachstum von Bifido­bakterien im Darm gefördert werden. Eine übermäßige Fütterung kann bei empfindlichen Hunden zu Blähungen und Durchfall führen, ebenso sollte Löwen­zahn nicht gefüttert werden bei niedrigem Blut­druck, Über­empfindlichkeit oder Magen- oder Darm­geschwüren.
Löwenzahn

Mariendistel

In der Natur­heil­kunde werden vor allem die Früchte der Marien­distel, die aussehen wie Samen­körner, verwendet. Die Haupt­wirk­stoffe werden unter dem Stoff­komplex Silymarin zusammen­gefasst.
Silymarin schützt Zellen vor oxidativem Stress (ist anti­oxidativ), hemmt Entzündungen, regt zusammen mit enthaltenen Bitter­stoffen die Produktion von Galle an, stärkt die Abwehr­kräfte des Körpers und schützt und unterstützt die Leber. Die Bildung von zell­schädigenden Stoffen wird unterdrückt und die Aufnahme von Toxinen in die Leber­zellen blockiert. Silymarin steigert die Eiweiß­bildung und kann so helfen, geschädigte Leber­zellen zu regenerieren und zu erneuern. Das kann nach Operationen und Medikamenten­gaben sinnvoll sein. Da Silymarin den Gallen­fluss anregt, wird die Fett­verdauung gefördert und die Ausscheidung der Gift­stoffe unterstützt, die an Gallensalze gebunden sind.

MSM (Methylsulfonylmethan)

MSM ist ein weißes, geruchloses, etwas bitter schmeckendes, Pulver, das circa zu einem Drittel aus Schwefel besteht. Als Nahrungs­ergänzung wird es als natürliche Schwefel­quelle (organische Schwefel­verbindung) genutzt. Schwefel kommt zum Beispiel in Amino­säuren, Enzymen und Hormonen vor, bei ausgewogener Ernährung ist ein Mangel an Schwefel gewöhnlich nicht zu erwarten. Unter Umständen kann der Schwefel­bedarf jedoch höher sein.
Schwefel ist ein wichtiger Bestand­teil von Gelenk­schmiere und Gelenk­kapseln, die vom Körper immer wieder erneuert werden müssen, körper­eigenen Entgiftungs­enzymen und auch der Faser- bzw. Struktur­proteine Kollagen, Elastin und Keratin.
Kollagen kommt in Knochen, Sehnen, Knorpel- und Binde­gewebe vor, Elastin in der Lunge, in der Haut und in Blut­gefäßen und sorgt für Elastizität und Keratin bildet die Horn­substanz von Fell und Krallen.
MSM wird unter anderem wegen entzündungs­hemmender Eigenschaften häufig bei Gelenk­erkrankungen empfohlen. Bei Arthrose sollen auch Schmerzen gelindert werden. Überschüssiges MSM wird über die Nieren ausgeschieden und kann unter Umständen allergische Reaktionen, Magen-Darm-Probleme und Haut­reizungen verursachen.

Papayakerne

Die Papaya ist eine tropische Pflanze, die zwar aussieht wie ein Baum, jedoch keinen ver­holzenden Stamm besitzt. Vor allem die Kerne enthalten Papain, ein eiweiß­spaltendes Enzym, mit dem die Pflanze Schädlinge abwehrt. Sie wurden traditionell als natürliches Ent­wurmungs­mittel und zur Stärkung des Immun­systems verwendet.
Papain funktioniert ähnlich wie Pepsin, das Verdauungs­enzym, das im Magen­saft für den Abbau der Nahrungs­eiweiße verantwortlich ist. Anders als Pepsin kann Papain nicht nur im Magen (bei genug Magen­säure) sondern auch im Darm Eiweiß zersetzen. So kann die Verdauung effektiv unterstützt werden. Da auch die Bauch­speichel­drüse eiweiß­spaltende Enzyme produziert, können bauch­speichel­drüsen­bedingte Verdauungs­beschwerden mit Hilfe von Papain gelindert werden.
Nicht bei trächtigen Hunden anwenden. In seltenen Fällen kann Papain allergische Reaktionen auslösen, leicht abführend wirken bzw. eine Veränderung der Kot­beschaffenheit verursachen.

Seealgenmehl (Ascophyllum Nodosum, Kelp)

Ascophyllum Nodosum ist eine See­alge die z.B. vor den Küsten des Nord­atlantiks wächst und verschiedene Spuren­elemente und Mineral­stoffe liefert. Aufgrund des hohen Jod­gehalts ist See­algen­mehl eine beliebte Ergänzung, um den Jod­bedarf zu decken. Jod wird hauptsächlich in der Schild­drüse gespeichert. Diese wird jedoch in den meisten Fällen nicht gefüttert und die BARF Ration enthält daher meist nicht ausreichend Jod.
Der Jod­gehalt von See­algen­mehl unterliegt natürlichen Schwankungen und sollte für jede Charge kontrolliert und auf der Verpackung angegeben werden. Ascophyllum Nodosum enthält außerdem Alginate. Alginate können toxische Schwer­metalle - vor allem Queck­silber und Cadmium - im Darm­inhalt zu binden und deren Ausscheidung unterstützen.
In einigen Zahnpflegepräparaten ist Seealgenmehl enthalten, gegen schlechten Atem und Zahnbelag. Das Anhaften von Plaque soll verhindert bzw. Beläge leichter entfernt werden können. Wird solch ein Präparat verwendet, muss es bei der Fütterung von Seealgenmehl zur Jodversorgung berücksichtigt werden.
Seealgenrechner
 Seealgenmenge berechnen
Für Jundhunde ist kein eigener Bedarf definiert. Daher wird die Jodmenge ans Futter angepasst. Füttert man eher 5% oder mehr des Körpergewichts, wie auch bei einem Welpen, orientiert sich auch der Jodbedarf an dem höheren Wert von Welpen. Füttert man eher 3% vom Körpergewicht, ist auch der Jodbedarf geringer, wie bei ausgewachsenen Hunden, bei 4% gilt entsprechend der Mittelwert.
Um den Jod­bedarf () zu decken, sollten täglich Seealgen­mehl gefüttert werden. Man kann auch abwiegen und innerhalb von einer Woche füttern. Die Menge muss nicht jeden Tag perfekt stimmen, es sollte aber täglich Jod zur Verfügung stehen. Bei Erkrankungen der Schilddrüse sprecht die Fütterung bitte mit eurem Tierarzt ab.

Spirulina

Spirulina ist eine Bakterien­gattung, die früher als „Blau­algen“ bezeichnet wurde. Cyano­bakterien gehören zu den ältesten Lebens­formen und sind als foto­trophe Bakterien in der Lage, Foto­synthese zu betreiben, um Energie zu gewinnen. Dazu haben sie in Membranen, die nahezu über die ganze Zelle verteilt sind, Chlorophyll, das auch Pflanzen die grüne Farbe verleiht. Chlorophyll wird wegen seiner geruchs­neutralisierenden Wirkung als Mittel gegen Mund- und Körper­geruch verwendet.
Lunderland schreibt: „Spirulina wird in extrem basischen Süß­wasser­seen oder Anlagen mit pH-Werten zwischen 8 bis 10 gezüchtet. Bei der Verstoffwechselung unterstützt sie die Basen­bildung und wirkt Über­säuerung entgegen. Ihr Jod­gehalt ist niedrig (keine Meeres­alge), daher kann man sie unbedenklich an Tiere mit Schilddrüsen­problematik verfüttern. Das getrocknete Pulver enthält bis zu 70 % hochwertiges, leicht­verdauliches Eiweiß mit nahezu allen essentiellen Amino­säuren. Sie eignet sich somit hervorragend zum Energie­lieferanten bei erhöhten Ansprüchen an die Aktivität des Tieres.“

Teufelskralle

Die Teufels­kralle ist eine krautige Pflanze, die in afrikanischen Savannen wächst. Den ver­holzenden Früchten, die mehrere haken­armige Auswüchse haben, mit denen sie an der Körper­oberfläche verschiedener Savannen­bewohner haften, um so die Samen zu verbreiten, verdankt die Teufels­kralle ihren Namen.
Volks­medizinisch genutzt werden die unterirdisch weit verzweigten Speicher­wurzeln. Die Haupt­wurzel, auch Primär­wurzel, bleibt idealerweise erhalten, sodass die Pflanze weiter wachsen kann. Die Sekundär­wurzeln werden zerkleinert, getrocknet und als Unter­stützung bei Verdauungs­beschwerden und Problemen mit dem Bewegungs­apparat eingesetzt.
Als unterstützende Therapie bei Arthrose oder Spondylose lindert sie leichte Schmerzen und wirkt entzündungs­hemmend. Die enthaltenen Bitter­stoffe regen die Verdauung an und helfen so bei Völle­gefühl, Blähungen und Appetit­losigkeit. Nicht anwenden bei Geschwüren im Magen-Darm-Trakt, Gallen­leiden oder Über­empfindlichkeit gegen Teufels­kralle.

Ulmenrinde (Slippery Elm)

Die Rotulme ist ein Laubbaum, der in Kanada und Nord­amerika wächst. Die weiche, innere Rinde ist rötlich und schleim­reich (daher der Name). Sie wird getrocknet, zu Pulver gemahlen und frisch mit Wasser angerührt. Die enthaltenen, lang­kettigen Zucker­moleküle bilden bei Kontakt mit Wasser eine schleimige Masse. Sie wirkt dank der Schleim- und Gerb­stoffe zusammen­ziehend, entzündungs­hemmend und beruhigend auf die Schleim­häute z.B. der Magen- und Darm­wand. Enthaltene Bitter­stoffe regen den Appetit und die Verdauung an. So kann Ulmen­rinde bei Störungen des Magen-Darm-Trakts, wie Über­säuerung bzw. Sod­brennen, Übelkeit und Erbrechen, Durch­fall, chronischen Darm­entzündungen und Verstopfung helfen. Damit die Aufnahme von Nahrungs­bestand­teilen oder Medikamenten nicht gestört wird, wird empfohlen, mindestens eine halbe Stunde Abstand zwischen der Gabe des Ulmen­rinden­breis und Medikamenten oder Futter einzuhalten.

Zeolith

Zeolithe sind Mineralien, genauer Silikate, die eine drei­dimensionale Gitter­struktur bilden, bei der größere Hohl­räume, Poren oder Kanäle eingeschlossen sind, in denen z.B. Natrium, Kalium und Calcium oder Wasser eingelagert sein können. Diese können leicht abgegeben, wieder aufgenommen oder ausgetauscht werden (Ionen­austausch). Einige Zeolithe zeigen eine besondere Affinität zu bestimmten Ionen, so können beispielsweise Schwer­metalle aus dem Wasser gefiltert werden.
Zeolithe wirken wie eine Art Schwamm und binden verschiedene Substanzen (Gift- und Schad­stoffe, aber auch Nahrungs­bestand­teile oder Medikamente). Sie haben eine große, innere Ober­fläche und können Moleküle verschiedener Größe aufnehmen, solange der Durch­messer kleiner ist, als die Poren­öffnungen. Die Funktion ist ähnlich wie bei Aktiv­kohle, die verwendet wird, um Gift­stoffe aus dem Magen-Darm-Trakt zu entfernen.

Zistrose ("Cistus incanus", Cistus creticus)

Die Zistrose ist im Mittel­meer­raum heimisch, sie wächst auf trockenen, steinigen und nährstoff­armen Böden. Zistrosen­blätter (Zistrosen­kraut) enthalten Polyphenole, vor allem Gerb­stoffe und Flavonoide, die eine zusammen­ziehende Wirkung haben und so bei Haut­krankheiten und Durchfall helfen können. Standardisierter Zistrosen­extrakt hat in Zell­kulturen und im Tier­versuch eine anti­virale Wirkung gezeigt, das Anheften der Viren an die Wirts­zellen wurde gehemmt und enthaltene ätherische Öle hemmten das Wachstum von Borrelien. Nach einigen neueren, positiven Erfahrungs­brichten wird Zistrose kurweise als Mittel gegen Zecken eingesetzt. Bei Leber­erkrankungen sollte Zistrose nicht gefüttert werden.
Anwendungsgebiet Kräutermischungen verschiedener Hersteller
Vitalstoffzufuhr
  • "Green": Spirulina, Petersilie, Brennesselsamen, Brunnenkresse, Dillkraut, Stiefmütterchenkraut
  • "MicroMineral": Algenkalk, Bierhefe, Malzkeime, Seealgenmehl, Traubenkernmehl
  • "Huminomineral": Algenkalk, Bierhefe, Malzkeime, Sonnenblumenkuchen, Seealgenmehl, Traubenkernmehl, Torf
  • "Barfers Mineral": Algenkalk, Bierhefe, Malzkeime, Algen, Traubenkerne
  • "Barfers Sensitive": Topinambur, Karotten gemahlen, Rote Bete, Leinsamen, Schwarzkümmelsamen, Malzkeime, Bierhefe, Brennnesselkraut, Birkenblatt, Mariendistelkraut, Löwenzahnkraut, Löwenzahnwurzel
  • "Adult Mix": Hagebuttenschalen. Zistrose, Spirulina, Bierhefe
  • "Algen & Kräuter": Kelp (Ascophyllum Nodosum), Alfalfa, Brennnessel, Klebkraut, Löwenzahn, Ackerschachtelhalm, Rotkleeblüten, Pfefferminz, Dillspitzen, Rosmarin, Salbei
Magen/Darm
  • "Roots": Eibischwurzel, Pfeilwurzel, Eichenrinde, Fenchel, Süssholzwurzel, Anis
  • "Magenschutz": Torf, Grünhafer, Apfelpektin, Leinsamen, Salbei, Süßholzwurzel, Spirulina
  • "Durchfallstopp": Bierhefe, Queckenwurzel, Meersalz, Himbeerblätter
Leber/Nieren
  • "DogFit": Obstessig, Holunderbeersaft, Rote Bete Saft, Dextrose, Fermentgetreide, Brennnesselextrakt, Spitzwegerichextrakt, Acerola
  • "Kräutergarten Leber/Nieren": Brennnessel, Birkenblätter, Mariendistelsamen, Artischockenblätter, Ackerschachtelhalm, Löwenzahnblatt und -Wurzel, Klebkraut, Klettenwurzel, Goldrute
  • "Renal Phyt": Brennesselsamen, Artischockenkraut, Birkenblätter, Tragantwurzel, Klebkraut, Klettenwurzel, Brennesselblätter, Kamillenblüten, Weißdornblätter, Weißdornbeeren, Thymian
  • "HarnwegeMix": Traubenkernmehl, Taubnessel, Bohnenhülsen, Brombeerblätter, Schachtelhalm, Propolis, Melisse, Eichenrinde, Weidenrinde, Ginseng, Wasserdost, Weinblätter, Kamille
Parasiten
  • "Wurm-o-Vet" (Katze): Torf, Kamala, Wurmfarnkraut, Kürbiskerne, Wacholderbeeren, Bärlauchblätter
  • "Wurm-o-Vet forte" (Hund): Kürbiskerne, Karotten, Walnussblätter, Hagebuttenfrüchte, Eschenrinde, Kokosraspeln, Koriander, Bärlauch, Eberrautenkraut, Thymian, Löwenzahnkraut und -Wurzel, Melissenblätter, Wermut
  • "ZeckEx herbal": Bierhefe, Kokosraspeln, Petersilie, Schwarzkümmelsamen
Fell, Haut und Zähne
  • "dentaVet Atemfrisch": Petersilie, Gras- und Kräuter- und Leguminosepflanzen, Seealgenmehl, Salbeiblätter, Chlorella
  • "Fell &Haut Vital": Algenkalk, Bierhefe, Malzkeime, Brennnessel, Wildes Stiefmütterchen, Mariendistel, Queckenwurzel, Seealgenmehl, Traubenkernmehl, Ginkgo, Schwarzkümmelsamen, Sanddornbeeren, Spirulina
  • "Derma Phyt": Klettenwurzel, Klebkraut, Sarsaparillwurzel, Brennesselblatt, Rotkleeblüten, Ampfergrindwurzel, Löwenzahnblatt, Löwenzahnwurzel
Bewegungsapparat
  • "ArthroGreen Classic": Grünlippmuschel, Traubenkernmehl, Ginkgo, Teufelskralle, Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Sanddornbeeren, Spirulina
  • "ArthroGreen Junior": Grünlippmuschel, Traubenkernmehl, Petersilie, Ginkgo, Hagebuttenschalen, Ackerschachtelhalm, Spirulina, Sanddornbeeren
  • "ArthroGreen Plus": Grünlippmuschel, Ginkgo, Hagebuttenschalen, Teufelskralle, Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Sanddornbeeren, Spirulina, Weidenrinde
  • "Teufelskralle/Ingwer": Teufelskralle, Ingwer, Weidenrinde, Kieselgur
  • "Gelenk Phyt": Teufelskralle, Weidenrinde, Weihrauch, Curcuma, Kardenwurzel, Ingwerwurzel, Klettenlabkraut, Brennesselblatt, Süßholzwurzel, Selleriesamen, langer Pfeffer
Spezielles
  • "Nervennahrung": Algenkalk, Malzkeime, Melissenblätter, Pfingstrosenwurzel, Johanniskraut, Bierhefe
  • "Senior Phyt": Weißdornblüten, Schachtelhalm, Petersilienblatt, Mariendistelsamen, Klettenwurzel, Eibischwurzel, Brennesselblatt, Süssholzwurzel, Löwenzahnwurzel, Löwenzahnblatt, Ingwerwurzel, Heidelbeerblatt, Brunnenkresse
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